Schuhmacherei Zollner

„Mehra? Geht ned. Dann musst im Ausland produzieren lassen. Des is dann aber ned mehr mei Arbeit. Dann sans ned mehr meine Schua.“ Und die müssen es 100% bleiben. Das ist dem Schuhmachermeister Josef Zollner am Wichtigsten. Einem Mann, der seit 1993 bei seinen Leisten bleibt. Der Stolz auf seinen seltenen Beruf und tendenziell kein Wortvulkan ist. Ein bayerisches Original - das mehr macht als spricht und dabei immer für eine Überraschung gut ist.

Das Lernen geht nie aus

So wundert es nicht, dass sich neben dem traditionellen Haferlschuh seit Neuestem ein sportliches Trekking-Modell reiht. Nicht vom Himmel gefallen, sondern über drei Jahre in Zollners Kopf und seinen Händen gewachsen. Was mit einer Papierzeichnung begann, wurde zu konkreten Schablonen und schließlich einem tragbaren Musterschuh. Diesen entsandte Zollner in die Werdenfelser Bergwelt. Der Test an Fuß und Fels wurde von ständiger Überarbeitung begleitet, bis der eigene Qualitätsanspruch erreicht war. Und der Schuh in seinen Laden einziehen durfte.

Dort herrscht eine griabige Atmosphäre. Grelles Licht und vollgestopfte Regale? Fehlanzeige. Hier wohnen die Schuhe in einer guten Stube, werden auf einem Sofa anprobiert und dürfen in Ruhe den passenden Träger finden. Doch die gemütliche Stimmung lässt nicht erahnen, was sich auf der anderen Seite der Zwischentür abspielt. Denn in Zollners Werkstatt gibt der Kompressor den Ton an. Schärfmaschine, Ösenmaschine, Zwickmaschine, Einstechmaschine, Prägemaschine, Nähmaschine und diverse Pressen – ein wahrer Fuhrpark, der angetrieben sein will und ständig in Bewegung ist.

Beeindruckend sind aber nicht nur die raumfüllenden Maschinen, sondern auch der Arbeitsaufwand, den sie offenbaren. Der in jedem Zollner-Schuh steckt und jede Menge Handarbeit miteinschließt. Ein Paar Haferlschuh besteht zum Beispiel aus 28 Einzelteilen und unzähligen Handgriffen. Vorbereiten, stanzen, schärfen, paspelieren, nähen, zwicken, kleben, trocknen und versäubern. Ein perfektes Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. Denn nur so kann ein Qualitätsschuh entstehen, der sich von geklebten Discounterschuhen in punkto Haltbarkeit und Tragekomfort maßgeblich unterscheidet.

Und wenn man schon beim Thema „maß“ ist – individuell angepasste Maßschuhe gehören natürlich auch in Josef Zollners Repertoire. Wie ausgefallen die Kundenwünsche dabei sein dürfen, zeigt sein exotischstes Stück. Ein Cowboystiefel, der mit handbestickter Flammenverzierung und amerikanischer Flaggenapplikation für ein bisschen Jonny Cash Flair sorgt. Was zum Meister irgendwie passt, auch wenn er zu Jeans und Gürtelschnalle lieber seinen neuen Trekkingschuh trägt. Auf zukünftige Produktideen angesprochen, antwortet er mit typisch charmanter Wortlosigkeit. Einem verschmitzten Lächeln folgen sehr aufschlussreiche Worte: „Hob I scho. Sog I aber net. Schau ma moi.“

Schauen sollte man auf jeden Fall in seinen Laden und auf seine wunderbaren Schuhe. Handgearbeitet sind sie alle: Aus hochwertigen Materialien, deutschem Qualitätsleder und original zwiegenäht. Vom robusten Filzstiefel über das sportliche Trekking-Modell bis zum jeans- und trachtenbegleitenden Haferlschuh. 
Es gibt viel zu entdecken.

ZOLLNER SCHUHE

Josef Zollner
Pfarrgasse 3
82467 Garmisch-Partenkirchen
Tel: +49 8821 93730
www.zollnergarmisch.de
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