Die Seifensieder

Viel Schaum macht nicht viel sauber. Sondern viel trocken. Seife ist wie Käse. Sie muss ein bis acht Monate reifen. Kein Stück gleicht dem anderen. Denn Temperatur und Wetter beeinflussen die Farbgebung. Die Herstellung erinnert an Backvergnügen auf Niedrigstufe. Mit großem Rührgerät und vielen Förmchen. Auf das Milligramm kommt es an. Für die richtige Konsistenz und ein handschmeichelndes Ergebnis. Schlussendlich mag Seife kein Plastik. Und verströmt ihren Duft auch gerne mal im Kleiderschrank.

Hier darf man alles anfassen

Das alles wissen Daniela Palmberger und Reinhold Schuhmann, die beim Thema Seife förmlich überschäumen. Kein Wunder, denn sie machen das beruflich. Als „die Seifensieder“ produzieren sie Naturseifen und verkaufen diese in ihrem kleinen Partenkirchner Geschäft. Das einen genauso freundlich empfängt, wie das Inhaber-Paar selbst. Sie, die pragmatische IT-Managerin. Naturverbunden und mit dem Hang, sich in Dinge reinzufuchsen: „Ich hab mich beim Thema Seifemachen nächtelang gscheid gelesen.“ Er, der gelernte Kaufmann. Reisefreudig und seit über 30 Jahren bekennender Kreta-Freund. „Mit der kretischen Olivenölseife fing alles an. Die habe ich immer selbst benutzt. Dann hat der Produzent auf Chemie umgestellt und so war das Produkt keine Option mehr.“ Auf naturbelassene Seife zu verzichten, aber auch nicht. So fassten Daniela und Reinhold den Entschluss, ihre eigene Seifenoper zu schreiben und von „Zahlenschubsern“ zu „Schaumschlägern“ zu werden. Gemeinsam hängten sie sich rein und bald flutschten die Ideen nicht nur durch die Köpfe, sondern auch über den Ladentisch. Als handgesiedete Seifen, die Daniela im Kaltverfahren herstellt und nach strengen Richtlinien zertifizieren lässt. Dabei verwendet sie ausschließlich natürliche Pflanzenöle und Fette und setzt vor allem auf regionale Zutaten. Wie zum Beispiel frische Bio-Ziegenmilch, Ringelblüten aus dem eigenen Garten, Honig von oberbayerischen Bienen oder alkoholfreies Ettaler-Hefeweißbier – sie weiß genau, woher alles kommt und wofür es gut ist.

Entsprechend „sind alle Rezepte selber und nach Bedarf entwickelt.“ So geht die Gärtnerseife unter die Haut, jagt die Tierseife Insekten davon und wendet sich die Seidenseife noch anderen Körperpartien zu. Doch welchen Duft man an sich ranlässt, ist Geschmackssache. Denn Seife polarisiert – entweder man rümpft die Nase oder man möchte am liebsten reinbeißen. Darum ist das Angebot der Seifensieder vielfältig. Von völlig naturbelassenen Allergiker-Exemplaren, die sich im Duft zurücknehmen und aus so wenig Rohstoffen wie möglich bestehen. Über individuelle Hochzeitsseifen, die goldig glänzen und die üblichen Gastgeschenke vom Thron stoßen. Bis hin zu kleinen Formen für Kinderhände, die gut zu bändigen sind und das Waschbecken-Spielfeld nicht verlassen.

Schönste Nebensache aber ist, dass sich all diese Seifen gegen die Plastic-Fantastic-Welt stellen und Müll vermeiden. Das liegt den beiden Seifensiedern sehr am Herzen: „Wir versuchen, mit so wenig Plastik wie möglich auszukommen, auch beim Drumherum.“ So gibt es im Laden nicht nur Seifen, sondern auch andere Produkte, die „sauber“ im Leben stehen. Bewusst ausgewählt und mit der Einladung, alles anzufassen und beim Stöbern einen Waschgang runterzuschalten.
Es gibt viel zu entdecken.

DIE SEIFENSIEDER

Reinhold Schuhmann & Daniela Palmberger
Ludwigstraße 55
82467 Garmisch-Partenkirchen
Tel: +49 8821 9435733
www.dieseifensieder.de
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